A BLOG STORY




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Die Reise kann beginnen! Auf in einen Mikrokosmos aus Fußball, Musik, Mode, Film, Lesestoff, Reisen, Abenteuer, Lebensgefühl, Stories, Selbstverständnis, Historie, Witz, Inspirationen, Verbundenheit, Subkultur und Freundschaft....
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BUCHFUND: ROLLERJUNGS 
updated 02/07/15  


ROLLERJUNGS von Christof Batton – 1.Auflage Februar 1995 – Motoretta Verlag

Kleine Rarität, welche mittlerweile auch in der Zweitauflage von 2001 nur noch gebraucht zu bekommen sein dürfte. Und keine Angst, es handelt sich hierbei nicht um einen Motorrollerkatalog mit Pflege- und Reparaturtips, sondern um eine durchaus soziologische Betrachtung einer Jugendkultur die über die Jahre immer Berührungspunkte mit dem Thema Casual hatte.




Aus dem Vorwort: „In den Medien werden Scooterboys als gewalttätige Randgruppe oder desorientierte Jugendbewegung dargestellt. Doch das Ursprüngliche des Rollerbegeisterten wird in den Hintergrund gedrängt oder vernachlässigt. Dieses Buch soll Missverständnisse aufklären. Ich werde auf die englischen Wurzeln der Mod-Bewegung eingehen, die ersten Rallies in Südengland beschreiben und über die deutsche Popper- und Modbewegung den Ursprung der Scooterboys zu erklären versuchen.“





NEUEINGANG: ADIDAS GAZELLE II  
updated 26/06/15  


TERRACE CASUALS, BRITPOP ICONS AND A WHOLE HOST OF OTHER MOVEMENTS IN BETWEEN HAVE BEEN INFATUATED BY THESE SHOES AND THEY CONTINUE TO ATTRACT NEW GENERATIONS OF FANS TO THIS DAY




Die erste Version des Adidas Gazelle stand 1968 in den Schaufenstern und sollte ursprünglich die Zielgruppe der Leichtathleten ansprechen. Der unverkennbare Look bediente jedoch schnell mehr als nur dies. Als Stilelement der frühen Hip-Hop Kultur, bei Fußballfans oder als bequemer, schnittiger Freizeitschuh. Über die Jahre sind mehrere Varianten des Gazelle erschienen…neben dem Gazelle Indoor eben auch der allseits beleibte Gazelle 2. In einer dezenten Farbkombination und ohne den manchmal verwendeten Fersenschriftzug eigentlich nie ein Fehlgriff!


LONDONBESUCH JUNI 2015  
updated 12/06/15  


Neben Fußball und Musik darf man natürlich einen weiteren essenziellen Punkt im Leben nicht zu kurz kommen lassen. Die Rede ist selbstverständlich von BIER!

Nachdem man Donnerstag und Freitag zwei super Konzerte gesehen hatte und die Ballsportsaison eh schon vorbei war, ging es Sonnabend auf die Suche nach flüssigen Gaumenfreunden südlich der Themse. Fernab vom Touristenstrom und überfüllten Wetherspoons Pubs.

Das Ziel des Tages: The Bermondsey Beer Mile!

Das Ganze findet jeden Sonnabend statt und ist seit 2009 auf eine ganz beträchtliche Anzahl kleinerer Brauerein im Gebiet von Bermondsey angewachsen. Und wenn wir von Brauerein reden dann nicht von industrieller Massenfertigung, sondern von Orten wo man auf kleinsten Raum den Schöpfern unseres Glückes sogar über die Schultern schauen kann! Natürlich mit dazugehörigen Ausschank der jeweiligen Spezialitäten des Hauses. Zum überwiegenden Teil sind die Läden in den Lagerhallen unter der hießigen Eisenbahnlinie untergebracht!

Geschmacktechnisch sollte man als mitteleuropäischer Pils Trinker eine gewisse Toleranz für die englischen Gebräue a la Ale, Sour, Porter oder Cider mitbringen. Gerade die beiden Letztgenannten konnten bei mir punkten, während der Rest so schmeckte als wären sie im Braukessel „eingeschlafene Füße“ gegärt worden!

Londoner Seitenstraßen, unkonventionelle Trinkkultur, individuelle kleine lokale Brauerein, nicht überfüllt, nicht überteuert, alles zu erlaufen und Bier, Bier und nochmals Bier…guter Nachmittag!!!





Georgien Auswärts - März 2015 
updated 09/04/15  


Für Impressionen der Länderspielreise einfach auf die Grafik klicken!!!





Atari Video Computer System 
updated 13/01/15  


Reise in die Vergangenheit +++ Atari 2600 aus dem Jahr 1983...läuft tadellos

Danke an Herr Jona fürs bildliche Teilhaben!






Abteilung HISTORIE  
updated 03/12/14  



Stefan Persigehl 1982 in einem Heimspiel gegen den Schacht. Zu dem er 1990 selbst für eine Saison wechselte und zur Strafe gleich abstieg! In seinen zehn Jahren beim FCK schoss er in 200 Spielen 57 Tore und erreichte mit dem Club 1983 und 1989 das FDGB Pokalfinale.  



Early Classics...New Style  
updated 27/11/14  


Nicht Jedermanns Sache, diese ganzen Re-Issues älterer Adidas Modelle. Dem Nostalgiker sind Veränderung in Form und Farbe ein Grauen. Dem Nostalgiker sein romantischer Herzschmerz…MisterMaske hat gegen Jahresende noch mal besohlt:




Nastase Master  Forerst Hills  Marathon 85 



REGEN + WIND + EIER ABFRIEREN  
updated 24/10/14  






Ende Oktober und der Herbst ist angekommen! In Hinblick aufs derzeitige Wetter gibt’s unter Labels mit Fjällräven und Berghaus zwei Marken, die ohne Weiteres eine hervorragende Alternative zu der Flut aus Artikeln von Jack Wolfskin oder The North Face darstellen!





DREIERHOPP INTERVIEW 
updated 26/08/14  


INTERVIEW MIT DEM JUNGEN LABEL AUS BERLIN...einfach auf die Grafik klicken...






Neue Rubrik online...  
updated 04/08/14  


Unter Labels gibt es ab sofort eine Übersicht diverser relevanter Marken...wird nach Lust & Zeit über die Spieltage erweitert...





New arrival...Adidas Hamburg  
updated 24/06/14  






Galeriezuwachs  
updated 22/05/14  


Als Mini Update gibt es im Galeriebereich ab sofort einen Vertreter vom frisch gebackenen Thüringen Pokalsieger…bitte schön: KLICK MICH!


Mein Freund Gerd  
updated 09/04/14  


Spielbegleitende Eindrücke vom Sachsenpokalhalbfinale 1998


Wir schreiben Sonnabend, den 28.03.1998. Gerd sitzt mit seinen Eltern am Frühstückstisch. Dem schnell hinter gewürgten Brötchen folgt eine kurze Belehrung seines Vaters, inklusive der feierlichen Übergabe von zwei Bier Reiseproviant.
Versorgt und instruiert springt Gerd in seine Latschen und ab zum Sonnenberg! Stürmisches Klingeln bei den bekannten Nasen aus Kindheitstagen und schon ging es durch die Plattenbauschluchten runter zum Hauptbahnhof.
Da standen sie nun, 5 Jungs aus Chemnitz. Die von dem, was sie heut alles erleben würden, so absolut gar keine Ahnung hatten. Wochenendticket für 35 DM geholt und ab aufs Außengleis. Dort kam dann das was kommen musste….Blöde Blicke und noch blödere Sprüche. Was war los? Gerd war 16 Jahre alt und wollte nach Dresden, zu seinem ersten Auswärtsspiel ohne Elterliche Bekleidung. Doch eine Nebenwirkung dieser Euphorie schien ganz offensichtlich vorübergehende Farbenblindheit gewesen zu sein. Seit 10 Jahren CFC-Fan und zieht doch tatsächlich eine Jacke in den Farben vom Erzfeind an! Welch Rindvieh! Im jugendlichen Leichtsinn nur die Marke (Puma) im Kopf gehabt und mit keiner Spur daran gedacht, das Lila nun rein gar nichts für das Himmelblau Auge ist.

Naja, rein in den Zug, Abteil gesichert, Schiebetür geschlossen, aus der Jacke raus und Vorhang zugezogen….durchatmen. Dem flauen Gefühl folgte schnell wieder die Freude auf den Ausflug in die Landeshauptstadt. Man war das geil, das erste Mal mit seinen Kumpels zum Fußball und das auch noch zu einem richtigen Kracher. Sachsenpokalhalbfinale gegen Dynamo Dresden, die damals noch das Kürzel 1.FC im Namen trugen. Schnell das Schiebefenster runter und den frisch geschorenen Schädel zum Fenster raus gehalten, kurzer Blick zurück zum Hauptbahnhof und die Hülsen geöffnet. Prost Jungs…das wird ein guter Tag!
Poch, poch… klopfte es an der Tür und einige Kerle in unserem Alter suchten noch paar Plätze. Die Typen mussten schon länger zum Fußball gefahren sein, da erstmal alles was nicht niet- und nagelfest war, per Luftfracht aus dem Fenster befördert wurde und man sich im Nichtraucherabteil erst mal gemütlich eine ansteckte.
Irgendwann fuhr der Zug durch die ersten Vororte von Dresden. Gerd begab sich erneut zum Fenster und beobachtete mit großen Augen wie immer wieder Flaschen und Bierbüchsen aus den diversen Abteilen hinaus auf die Gleise flogen. So richtig schien das aber Keinen zu stören, weder den Schaffner noch die wenigen Bullen die hin und wieder mal durchs Bild liefen. Dann Ankunft in Dresden. Endlich! Unter lautem Gegröle der Fans öffneten sich die Türen und man sprang auf den Bahnsteig. „Hurra!, Hurra!...die Chemnitzer sind da!“ schallte es durch die riesige Bahnhofshalle.
Auf dem anschließenden Weg zum RHS säumten zwar einige Bullen die Flanken des Mobs, aber eher schlecht als recht. So wurden eben die ersten Trophäen von den umliegenden Dynamo-Fans einkassiert. Gerd war schwer begeistert, konnte aber seinen ersten Schal erst im Jahre 2001 organisieren. Egal, heute hieß es zuschauen und lernen!

Am Stadion Karte geholt und rein ins Rund. Dem langen Warten bis zum Anpfiff folgte ein Sirenengeheul in der Ferne. Nach und nach versammelten sich immer mehr Leute am oberen Ende des Gästeblockes, von wo aus man zur damaligen Zeit echt prima auf die Lennestraße schauen konnte. Immer mehr Leute tuschelten „…die Hools kommen…“. Kurze Zeit später bekam man sie zu Gesicht. Umringt von der Staatsmacht tauchten sie am Gästeeingang auf und schmetterten ein brachiales „ HooNaRa, HooNaRa…….“ Richtung Auswärtsfans, welches umgehend mit Applaus aus dem Block bedacht wurde. Viele der Hauer hatten dunkelblaue Bomberjacken an und sahen aus wie eine kleine Armee. Bezahlen wollten nur die Wenigsten und der Ordnungsdienst machte auch rasch den Weg frei.

Zum Kick gab es dann nicht viel zu sagen. Der Club siegte durch ein Tor von Jörg Schmidt und zog ins Finale gegen die Bauern aus dem Gebirge ein. 1000 Leute im Gästeblock hats gefreut!
Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel. Das war auch damals nicht anders! Beute wurde reichlich gemacht, was allerdings angesichts der Hools die sich mit auf dem Weg zum Bahnhof machten, ein Leichtes war. Hier und da gab es kleine Scharmützel mit den Dynamischen, aber das ein Chemnitzer was eingesteckt bzw. auf die Mütze bekommen hat, entzieht sich der allgemeinen Kenntnis. Heutzutage fast undenkbar!

Da am Bahnhof der Zug schon bereit stand, wurde dieser umgehend bestiegen. Kurz darauf folgte auch die sportliche Fraktion. Vor der Abfahrt standen auf einmal zwei Schnecken auf dem Bahnstieg und fingen an in Richtung Hools zu winken bzw. zu lächeln. Danach stieg ein Kante aus, nahm eine der Ladys unter den Arm und rief „Wenn du einen geil findest musst du alle nehmen“ …oder so ähnlich. Er verschwand mit ihr im Wagon und unter lautem Gegröle wurde der Oberkörper entkleidet und die Brüste fachmännisch auf Knoten kontrolliert. Nach einigen Sekunden war der Spuk vorbei und Dame verließ, leicht fluchend und etwas verheult, den Zug und nahm mit ihrer Freundin reis aus. Nach etlichen Notbremsen, konnte es dann endlich weiter Richtung Heimat gehen. Diverse Kleingartenanlagen am Rande der Bahnstrecke verbuchten noch eine Aufstockung ihres Inventars. Da flogen ganze Sitzbänke aus dem Fenster und wieder hat es keinen gestört. In Chemnitz wurde dann noch ein „Auswärtssieg“ angestimmt und dann ging es über den Sonnenberg zurück zum Elternhaus.
Das war seine erste Fahrt mit dem Anhang des Chemnitzer FC und sie hat Gerd geprägt. Er hatte Blut geleckt und sollte diesen Geschmack bis heute nicht aus dem Maul bekommen. 






FRÜHLINGSZEIT = MASKENZEIT 
updated 02/04/14  






CASUAL MAG ISSUE#7  
updated 28/01/14 



A5 Format; 52 Seiten; Vollfarbig; Preis: 3£; Kontakt: www.casualmag.com 



Verwirrung, Verwirrung! Es wurde ein Heft namens „Casual Mag“ Nummer 7 beworben, doch war jener Name noch nie in meine kleine Welt getreten. Da sind wohl die sechs Ausgaben vorher spurlos an mir vorbeigegangen. Und das in Zeiten des Internets…

Doch im Vorwort die einleuchtende Aufklärung: Die Broschüre ist ursprünglich mit einem anderen Namen 2012 an den Start gegangen. Vom Debüt bis zur #6 wurde das Kind „1500 Magazin“ gerufen. Wenn man dem Internetauftritt der Publikation Glauben schenken darf, so war das Ziel von Anfang an Fans anzusprechen mit exquisiten Kleidungsstil und der Vorliebe für Konversationen über UNSEREN Fußball! Da die Klamottenfrage aber erst mit der aktuellen Ausgabe in Form von Beiträgen Einzug hielt, entschied man sich für den Namenswechsel. Trotzdem versteht man sich immer noch als Fußball Magazin, was auch durch den Haupanteil der Artikel so repräsentiert wird.

Inhaltlich geht es um eine kleine Auswahl von großen Überraschungen der letzten Jahrzehnte im FA Cup…um Personen wie Aaron Ramsey, Olivier Giroud, Edin Dzeko…eine interessante Rubrik über das Beliebtheits- / Leistungsverhältnis einiger Spieler…um die Vorstellung diverser Winterjacken, einiger Musikneuheiten, den Jungs von Casual Connoisseur und der Band Section 60.

Am besten finde ich allerdings den Artikel über Tottenham. Die Auswüchse des modernen Fußball im Norden Londons. Der gewisse Begriff, wie sich Spurs Fans schon immer SELBER genannt haben…genau der erfüllt heutzutage den Tatbestand der Beleidigung!?  






ENGLAND : GERMANY aus dem Blickwinkel "Hate Modern Football" 
updated 27/11/13  





Anscheißen leicht gemacht, ganz einfach per SMS! Die Anleitung dazu benutzerfreundlich via Werbetafel (siehe oben) eingeblendet. Einfach eine Nachricht mit Beschreibung, Block, Reihe und Sitznummer an folgende Nummer…man wünscht fröhliches Denunziantentum!

13 jährige Kinderordner patroullierten in der Halbzeit in Raubtiermanier um die Getränkestände und schissen wie auf dem Schulhof rauchende Fans bei ihren älteren Steward Kollegen an.

Schon während der Pause begannen Reinigungskräfte vorm noch teilweise geöffneten Ausschank zu wischen! Nicht abseits, sondern ekelhaft penetrant huschten die Wischmobvirtuosen um die Füße der Umherstehenden und drängten sie gar beiseite…im Schauspielhaus wird während der Unterbrechung schließlich auch geputzt…Vorbildlich!

Fußball! Wo bist du nur hingeraten!??





UNIVERSAL WORKS TODMORDEN JACKET  
updated 30/10/13  



UNIVERSAL WORKS ging im Herbst 2008 als kleines, unabhängiges Label an den Start. Die Unternehmensphilosophie: traditionelle Mode, gepaart mit einem modernen Stil, welche die individuelle Persönlichkeit widerzuspiegeln vermag…

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Die Mischung macht es eben. Exemplarisch die hier vorgestellte TODMORDEN Jacke aus der aktuellen Kollektion. 100% Baumwolle im dezenten Grauton. Zwei mit Knopf versehene Taschen auf Hüfthöhe, sowie eine offene Brusttasche. Elastische Bündchen und Saum. Das beige Reißverschlussband, aber besonders die dunkelblauen Ellenbogenaufsätze fallen als kontrastreiche Details zusätzlich ins Auge.

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Wer es übrigens eher körperbetont mag und bei UNIVERSAL WORKS zwischen zwei Größen schwankt, sollte sich eher für die kleinere entscheiden…
 






Neue Rubrik online...  
updated 15/10/13 


Der Blog hat Zuwachs erhalten und wird nun mit einer neuen Rubrik bereichert. Unter Galerie gibt es ab sofort nette Impressionen ausgewählter Herrschaften zu bestaunen. Den Anfang macht ein junger Herr aus Zürich. Viel Spaß… There's more to come!





MAKABER...nur mal anders...  
updated 09/10/13 


Mit Death-, Black-, Trash- oder was auch immer für einen Metal kann man mich jagen! Die Maske mag diese Musik kein bisschen. Unseren Fahrer zum Auswärtsspiel nach Halle geht es da ähnlich. Doch schneller als gedacht, wurde man doch mit einer solchen Musikertruppe konfrontiert, oder besser gesagt mit deren Bandsymbol. Das hatte nämlich ein Arbeitskollege vor geraumer Zeit an das Auto meines Kumpels gepappt. Um nicht als schlechter Verlierer zu gelten oder aus völliger Gleichgültigkeit ließ er den Aufkleber (ca. 15cm im Durchmesser) einfach am Firmentransporter verweilen.

Das Zeichen der amerikanischen Death-Metal-Truppe Macabre. Die ihren Stil selbst als „Murder Metal“ bezeichnen, weil ihre Songs zumeist von internationalen Serienkillern handeln. Dabei sind ihre Texte meist voller Sarkasmus und Ironie. Eine Kombination über die sich streiten lässt. Die Übersetzung des Bandnamens – makaber – ist also Programm. Jedenfalls spiegelt sich diese Prise an schwarzen Humor in schemenhafter und comicartiger Darstellung auch im Bandsymbol (gleichzeitig eines ihrer Albencover) wieder wie man sehen kann.

Tolle Geschichte! An Belanglosigkeit nicht zu übertreffen! Stimmt! Nur nicht für die in Halle eingesetzte Polizei! Für einige ganz übereifrige Beamte war der Aufkleber tatsächlich Stein des Anstoßes...aber mit allem drum und dran! Abfotografieren und Weitergabe an die Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf eine Straftat! Begründung: „Die abgebildete Darstellung würde zu Gewalttaten auffordern und Gewalt gegen Frauen unterstützen. Eine Weiterfahrt würde nur gestattet wenn das Bild entfernt wird. Entweder durch den Kfz Eigentümer selber oder durch eine Firma auf Kosten des Kfz Halters“

Ich werde mir jetzt jeden Kommentar über Polizeiarbeit, speziell beim Fußball, oder angebliche strafrechtliche Relevanz ersparen! Noch als kleine Nebennotiz: Autos mit Chemnitz Fans wurden in kleinen Konvois mit Polizeibegleitung zur Autobahn gebracht. „Einfach folgen!“ hieß es vor Abfahrt. Dabei hämmerte die Bullenwanne an der Spitze mit Blaulicht über mehrere rote Ampeln. Nur leider waren die Verkehrsteilnehmer die Grün hatten darüber gar nicht informiert. Keine Absperrung! Nix! Das es keinen Unfall gab grenzt an ein Wunder! Aber Hauptsache Sticker von Bands beanstanden die man im nächsten Media Markt ergattern kann….





At Kenilworth Road - Zu Gast bei Luton Town  
updated 02/10/13  


Die Maske kam am Luton Airport an…zwar diesmal nicht wegen Fußball, aber was lag näher als noch einen Blick zum örtlichen Fußballverein zu werfen. Nur ein paar Minuten vom Flughafen entfernt und vom Old School Charakter her kaum zu überbieten. Schon alleine der Eingang zum Auswärtsblock: einfach das Erdgeschoss eines normalen Reihenhauses! Ein freundlicher Sicherheitstyp führte uns kostenlos durchs ganze Stadion, schloss so ziemlich jede Tür auf und schenkte uns noch das Programmheft vom letzten Heimspiel…guter Start in ein noch besseres Wochenende!




Luton Town spielt derzeit in der Conference National, der fünfthöchsten englischen Spielklasse. Mit ungefähr 6,500 Zuschauern pro Heimspiel stellt man den besten Durchschnitt in der Liga. Insgesamt hat die Kenilworth Road ein Fassungsvermögen von immerhin 10.200.


Saarbrücken Away + Maginot Linien Sightseeing  
updated 18/09/13  


Fort Casso bei Rohrbach-lès-Bitche wurde am Vormittag ohne nennenswerte Feindaktivitäten im Handstreich genommen und mit reichhaltigen militärischen Fachwissen zur Inspektion freigegeben…




…die letzten beiden Bilder zeigen im übrigen nicht das Ludwigsparkstadion zu Saarbrücken! Selbiges durfte auf unsere Anwesenheit bis kurz vor Anpfiff warten: Frankreichs hopfenhaltiges Liquid musste vorher noch für teures Geld analysiert werden.




Das Spiel endete mit einem enttäuschendem 1:1 beim Tabellenvorletzten. Viel treffsicherer als die Clubstürmer waren an jenem Tag allerdings die Wespen, welche zwei Mal bei Gerd erfolgreich waren!

Hegi trinksicher wie immer, Tanja fahrsicher wie immer, Daniel lappsicher wie immer, Gerd stilsicher wie immer…und wir alle für den FCK und Ungi! Auch wie immer!


Filmtip: OH BOY 
updated 21/08/13 


Niko hat nie Feuer für seine Zigaretten + Niko bekommt den ganzen Tag keinen Kaffee + Niko hat keinen Führerschein mehr + Nikos Vater hat zwei Jahre lang monatlich 1000€ umsonst überwiesen + Niko spült die Bouletten des Nachbarn im Klo hinunter + Niko soll das dicke Mädchen ficken + Niko bekommt die Nase blutig + Nikos Trinkpartner musste auf dem Schulhof stramm stehen


Mein Freund Daniel  
updated 10/07/13  


Mein Freund Daniel springt schon seit Kindheitstagen beim Fußball herum. Und wie zu Beginn so mancher Fankarriere, fanden auch bei ihm die ersten Stadionbesuche mit dem Herrn Papa statt. Seinen Vater, den er heute noch respektvoll „Chef“ nennt.
So auch im April 1997. Chemnitz empfängt Tennis Borussia Berlin. Der CFC war im Jahr zuvor aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Der Club, damals noch mit Michael Ballack im Team, spielte einen ganz ansehnlichen Ball in der damaligen Regionalliga Nordost und beendete die Spielzeit auf Rang 4.
Das Vater/Sohn Gespann nahm auf den Sitzrängen platz und bemerkte bald fragwürdige Gesellschaft. Eine Reihe vor Ihnen ein Westberliner…TeBe Fan. Um es kurz zu machen: Ein arroganter Idiot, der bereits vor Spielbeginn in überheblichen Sprüchen nichts Gutes an den neuen Bundesländern ließ. Unmut machte sich breit. Es fehlte nicht mehr viel!
Zu diesem Zeitpunkt stand schon fest, dass Abwehrspieler Jens Melzig (gebürtiger Cottbusser) zur nächsten Saison zu TeBe wechseln sollte.
„Melzig?“, so vernahm man aus der Hauptstadtfresse, „…dit is doch och so nen scheiß Ossi, wa!?“
DAS war DER Tropfen! Das Fass war voll, der Idiotenbonus abgelaufen! Wutendbrand schnappte sich Daniels Vater dessen kleine CFC Fahne und schritt zur Zweckentfremdung selbiger! Unter den energisch vorgetragenen Worten: „Nimm NIE wieder das Wort Ossi in den Mund!“ drosch der Chef auf den selbstherrlichen Clown ein…bis der Fahnenstil brach! Gewalt ist keine Lösung, aber ein verdammt gutes Argument – der Spinner war abgestellt!
Mit Schlüsselerlebnissen wie diesem war klar, dass Daniel später auch kein Kind von Traurigkeit beim Fußball werden sollte. „Der Apfel…“…der Rest ist bekannt!
Tennis Borussia Berlin gewann an diesem Nachmittag übrigens mit 3:0 auf der Fischerwiese. Der Westberliner hat bei keinem einzigen Tor gejubelt…


Das Corpus Delicti von damals - herausgekramt aus der Erinnerungskiste "Fußball und andere Delikte". Kann für freche Westberliner auch ganz schnell reaktiviert werden! :-) 



Sommer Outfit ohne Sommer...  
updated 26/06/13  





Adidas TRX: Mut zur Farbe hieß diesmal beim Kauf die Devise! Sommerschuh eben! Schlammige Auswärtsfahrten bzw. Partys mit Suff- und Tanzeinlagen wird der Treter wohl eher weniger zu Gesicht bekommen…wegen Fürsorgepflicht und so…Nach dem verlorenen Sachsenpokalfinale ließen sich allerdings Gebrauchsspuren auch ganz leicht vom Ledersaum entfernen…

80s Casuals Bucket Hat: Fischerhut, Anglerkappe, Sonnenhelm…viele Namen hat diese Art von Kopfbedeckung. Ungefähr genauso schwer ist es einen anständigen Vertreter jener Gattung zu bekommen. Zu groß, zu klein, zu schlecht verarbeitet... Jenes Exemplar passt perfekt auf meinen Gulliver und man bekommt durch das Wenden sogar Zwei für einen Preis. Wobei das Innenkaro eher für den Strand oder die Grillfeier taugt…

80s Casuals T-Shirt: für ein „Italian Fit“ fällt diese Größe L doch relativ geräumig aus. Allerdings ist bei heißeren Temperaturen luftiger Tragekomfort eh angenehmer als ein hautanliegender Schlauch! Sauberer Druck und Labelstickerei am linken Ärmel und auf der Rückseite am Halsausschnitt...





Wann wirds mal wieder richtig Frühling?  
updated 30/05/13  


“If I had a gun I'd shoot a hole into the sun” singt Noel Gallagher. Haben wir es etwa ihm zu verdanken, das sich der heiße Planet dieser Tage mehr als rar am Himmelszelt macht? Der Klimawandel, Berlusconi, RTL2?…einer muss schuld sein!!! Was sagt der Hundertjährige Kalender? Nach dem EM Bericht jedenfalls hier nun Teil II der „Erinnerungen an wärme Tage“. Bilder der Zweitgeborenen vom Barcelona Ausflug im Juni 2012…





Join the REJECTS... 
updated 21/05/13  


Guter Kumpel, entspannende Fahrt, Open Air ohne Regen, 10€ Eintritt, billiges und gutes Bier, viele Leute zum Auslachen, trotzdem keine Massen, Stinky Turner & Co. in Top Form, Hund im Pogo :-)…was will man mehr zum Freitag!?





When Maggie Thatcher dies...  
updated 30/04/13 


…tja, was war denn als Maggie Thatcher starb? Ganz England feiert und jeder konservative Politiker in Europa trauerte. Zumindest vermittelte die Presse jenes BILD. Sie war sicherlich eine Person die polarisierte, aber manchmal ist die Antwort eben doch nicht so einfach…




Bei Frau Thatcher habe ich ziemlich gemischte Gefühle. Im Alter von 16 Jahren habe ich die Schule verlassen und fing direkt an in der Kohleindustrie zu arbeiten. Wie du vielleicht weißt hat Mrs. Thatcher so ziemlich alle Zechen im Norden Englands schließen lassen, viele davon völlig unnötig. Ganze Städte die vom Bergbau abhängig waren gingen zugrunde und haben sich zum Teil bis heute nicht erholt. Außerdem erklärte Sie dem Fußball Hooliganismus ab Mitte der 80er den Krieg. Das Fordern härterer Strafen und die ersten Stadionverbote sind auf Ihrem Mist gewachsen und betrafen in ihrer Undifferenziertheit bald auch jeden normalen Fußballfan.
Aber auf der anderen Seite ließ Sie sich niemals etwas von den Feinden meines Landes vormachen. Im Falkland Konflikt wich Sie keinen Zentimeter, kein einziges Mal. Es war gut zu wissen das sich dein Land vor niemanden beugen wird. Das gleiche galt für Ihre Null Toleranzpolitik in Bezug auf Terrorismus, speziell gegenüber den widerwärtigen Feiglingen der IRA.
Eine große Führungspersönlichkeit…aber für die ganze Geschichte mit der Kohle- und Stahlindustrie, der Kopfsteuer usw. zeigte Sie niemals eine Art von Reue. Iron Lady

DAZ, Leicester City BS


POLIZEI, PROMILLE UND PAPIERE... 
updated 27/03/13  


Frühling Marsch! Aber der Winter macht sich der Befehlsverweigerung schuldig! Als Erinnerung an wärmere Tage, deswegen eine kleine Anekdote von der letzten Europameisterschaft...


 
Das allmorgendliche Ritual nach dem Suff, auch wenn es schon früher Nachmittag war. Die Inventur der gebräuchlichsten Dinge: Geldbörse, Handy, Fotoapparat, Wohnungsschlüssel etc. Gut, meine Digi Cam hatte schon vorm Spiel gegen Portugal den Geist aufgegeben und meinen Wohnungsschlüssel hatte ich in der Ukraine eh nicht am Mann wenn es auf die Piste ging. Man war ja schließlich im Ausland. Genau! Ausland! Ein Umstand der mich schlagartig an meinen Reisepass denken ließ. In den Hosentaschen: nix! Im Bett, unter dem Bett? Keine Spur vom Dokument im dunkelroten Pappumschlag! Das darf doch jetzt nicht wahr sein! Spätestens wenn ich Sachen an Orten suche, wo sie vom gesunden Menschenverstand her nicht sein können, wird die Angelegenheit akut. Klo, Küche, Kühlschrank….alle Reisetaschen! Aber warum zum Teufel hätte ich früh um 5 meinen Pass in die Tasche eines Freundes werfen sollen? Vielleicht weil ich knackenharte gewesen bin? Und was der Alkohol aus Menschen machen kann, hatten wir ja bereits am ersten Abend in Kiew gesehen. Unser sorbisches Sorgenkind hatte sich völlig abwesend, seiner Hose bereits entledigt, aufs Sofa gesetzt und die Fleischflöte schon nach unten platziert. Nur Kurz vor Knapp konnte dem „Wasser Marsch“ Befehl Einhalt geboten werden und der Promillepatient wurde aufs dafür vorgesehene Örtchen delegiert. Doch nach erfolgreichem Geschäft marschierte er schnurstracks ins Computerzimmer und versuchte sich übern Laptop die Hände zu waschen. Zumindest ließen dies die dafür charakteristischen Handbewegungen schwerstens vermuten. Sollte ich mich tatsächlich auch so in den Zauberwald geschossen haben?
Einer der Leipziger meinte recht sachlich: „So viel wie du gestern getrunken hast…das hab ich noch nicht gesehen!“ Sollte mir das zu denken geben? Oder sollte ich mich geehrt fühlen? Scheißegal! Mein beschissener Reisepass war weg! Von allen Dingen die man verlieren kann, war das wohl das ungünstigste Utensil. Eigentlich bin ich für den Verlust von Mobiltelefonen und Fotokameras prädestiniert. Da ist über die Jahre schon einiges Hops gegangen. Aber Ausweisdokumente noch nie. Und damit ausgerechnet in der Ukraine anzufangen war ein denkbar ungünstiger Ort.  






 
Wie hatten uns am Abend davor am Olympiastadion in Kiew rumgedrückt, beim Spiel Ukraine gegen Schweden. Eigentlich mit der kleinen Hoffnung noch Karten für die Begegnung zubekommen…doch die waren selbst kurz vor dem Anpfiff noch hoffnungslos überteuert. Allerdings ergatterten wir zu einem günstigen Kurs Tickets für England : Schweden von einem der zahlreichen Schwarzhändler. Die traten dort auch ganz offen auf und offerierten Ihre Angebote teilweise sogar mit Schild um den Hals. Hat niemanden interessiert. Weder die Offiziellen, noch die kaum vorhandene Polizei.
Diesen gelungenen Deal wollte ich mit einem Bierchen begießen und so schob ich meinen Körper auf die Terrasse einer kleinen Kneipe direkt gegenüber des Stadion. Neben der Schlange für den Straßenverkauf saß eine ganze Horde Ukrainer und ließ es sich gut gehen. Ältere Herren um die Fünfzig im noblen Zwirn, mit dicken Ketten und teuren Uhren behangen. Schlagworte wie Oligarch, Mafia, Wirtschaftsspekulation durchschossen mein Gehirn, als ich die wohlgenährte Bande da so vor sich hinfressen und -saufen sah. Meine Phantasie bekam Flügel: „Wer von denen hat wohl schon mal einen Mord in Auftrag gegeben?“, „Wie viel Autos hat der hässliche Glatzkopf wohl in seiner Garage stehen?“ oder „Wie teuer war wohl seine letzte Nutte und das dazugehörige Viagra, um überhaupt noch einen hochzubekommen?“ Und ausgerechnet der Typ riss mich aus meinen Tagträumerein! Scheiße! Kann der außer hässlich zu sein auch noch Gedanken lesen? Zum Glück nicht! Jedoch hatte sich während meiner Hirngespinste meinen Blick wohl zu sehr auf die Flasche Wodka fokussiert, die bei den Jungs gerade die Runde machte. Irgendetwas auf ukrainisch faselnd, wurde mir ein Kurzer hingestellt und ich durfte mit anstoßen. Gastfreundlich waren sie, die Halunken. Denn kaum hatte ich den ersten geext, stand auch schon der zweite auf dem Tisch. Das gefiel! Meine neuen Kumpels fragten mich nach meinen Tipp für das heutige Spiel. Aus Gründen der Völkerverständigung und in der Hoffnung auf noch paar Tropfen ihrer farblosen Spirituose, wurde natürlich ein Sieg für das Gastgeberland vorhergesagt. Nach meiner Prophezeiung eines Finales Deutschland gegen die Ukraine, was zwar turniersystemtechnisch gar nicht möglich gewesen wäre, hatte ich unter lauten „Ukraina, Ukraina“ Rufen meinen dritten Wodka sicher. Und endlich auch mein wohlverdientes Bier. Mein Kumpel kotze natürlich wie Sau – er hatte sich für mich mit angestellt, und während er quälende 10 Minuten in der Schlange stehen durfte, hatte ich erstmal paar Schnäpse gezwitschert.
Die anderen hatten sich mittlerweile um einen Straßenhändler geschart, der für paar wenige Taler seinen selbst gemachten Kartoffelsalat an den Fan brachte. Noch ne kalte Bulette dazu, fertig war das Abendessen. Euer Erzähler war aber derbe auf den Geschmack des slawischen Promillewassers gekommen. Ohne die direkte Aussicht auf Erfolg fragte ich freundlich nach dem Getränk meiner Begierde. Nach leichtem Zögern holte die einheimische Ich AG jedoch eine Mineralwasserflasche aus seiner alten, ranzigen Ledertasche. Ta! Ta! Wodka für umgerechnet 60 Cent…inklusive Plastikbecher. Zwar stand in sämtlichen Reiseführern geschrieben, man solle es tunlichst unterlassen hochprozentige Getränke von wildfremden Personen auf der Straße anzunehmen. Da soll wohl Zeug im Umlauf sein, wo nach Straßenfesten ganze Wohnblocks erblindet sind. Aber irgendwie hatte ich meine Vernunft irgendwo zwischen dem zweiten oder dritten Glas drüben bei den Oligarchen verloren.
Unser kleiner Asphaltgeschäftsmann erwies sich derweil als ganz gewieftes Schlitzohr. Kaum hatte ich meinen Becher einmal auf die Bordsteinkante gestellt und kurz den mittlerweile etwas gläsernen Blick abgewendet…zack! Hatte sich der alte Hund angeschlichen und füllte mein Erworbenes wieder in seine Flasche! Aufgrund meines energischen Einschreitenns gegen seine Lumperei, erkannte mich der Typ anscheinend als hervorragende Einnahmequelle. Wer so laut wird wegen Wodka, an dem kann man gut verdienen. Von nun an fühlte er sich zu meinem persönlichen Getränkelieferant berufen. Der lief mir überall hinterher. Selbst vor der Kneipe, in der wir später das Spiel schauten, schlug er sein Lager auf und empfing mich pünktlich als wir gingen mit seiner beachtlich leer gewordnen Buddel. Und an der Verlustigkeit des Inhalts hatte ich ziemlichen Anteil.
Heimwärts schauten wir abschließend auf paar Bier in der Pinte nahe unserem Quartier vorbei. Da waren für mich aber schon sämtliche Messen gelesen! Laut den Mitstreitern soll ich dort aber wohl noch, zwischen der Suche nach Kippen, Geld oder meinem Kreislauf, mit dem Reisepass rumgefuchtelt haben.  






 
Schöne Sache…aber jetzt war er weg! Die Suchambitionen in der Wohnung ließen gemächlich nach, denn es wurde langsam klar wie Kloßbrühe, oder eben Wodka, das ich den Fetzen verloren hatte. Ganz großes Kino! Wie lange dauert es denn ein Ersatzdokument zu bekommen? Wie teuer ist so etwas? Kann ich heut Abend eigentlich ohne gültiges Ausweisdokument mit dem Nachtzug mit nach Charkiv zum Hollandspiel fahren? Toll! Meiner Mutter hatte ich bis jetzt immer täglich paar Zeilen per SMS geschickt, damit sie sich keine Sorgen weiter macht. Mit Rücksicht auf ihre Nerven, ließ ich die Story mit dem Pass mal lieber geschickt beiseite.
Zwar hatte ich die Nummer der deutschen Botschaft in Kiew, aber da ging selbst innerhalb der Öffnungszeiten lediglich eine Telefonansage ran. Sehr sinnvoll! Jedenfalls hatte unsere Gastgeberin immer total beschissene Arbeitszeiten. Die Ärmste kam nie vor 19Uhr nach Hause und dann war sie meist mit uns Chaoten bis in die Puppen unterwegs. Ausgerechnet heute hatte sie eher Feierabend. Gut für mich, schlecht für sie. Denn als sie freudestrahlend gegen drei Uhr Nachmittags durch die Wohnungstür geschneit kam, hatte ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute war: ihr Mittagessen hatte vorzüglich geschmeckt! Was ihre Gesichtszüge in ein leicht verschämtes Lächeln wechseln ließ. Etwas dramatischer vollzog sich die Veränderung als ich ihr verständlich machte, dass ich meinen Reisepass verloren hatte. Und das sie nun wohl oder übel mit mir zu BRD Botschaft müsse, aufgrund ihrer für mich unverzichtbaren Orts- und Sprachkenntnisse.
„Du Idiot! Aber nützt ja nun nix…machen wir uns also auf den Weg“ zwar sagte sie das nicht zu mir, aber ihre Mimik und Gestik schrien förmlich danach mir genau diese Worte an den Kopf zu knallen!
Während der gesamten Europameisterschaft liefen in den jeweiligen Veranstaltungsorten sogenannten Volunteers durch die Gegend. Freiwillige also die an Bahnhöfen, im Stadtzentrum usw. Informationen an auskunftsbedürftige Fans weitergeben sollten. Inwiefern die Jungs und Mädels vorher geschult worden, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedoch waren die Exemplare welche wir auf unserer Bahnfahrt Richtung Zentrum anquatschten die reine Molekülverschwendung. Die hatten ja nicht mal die Nummer von einer Art Fundbüro. Die Gespräche waren eine abstrakte Mischung aus totaler Überforderung oder völliger Gleichgültigkeit. Eine der Damen rief zumindest, in einem spontanen Anfall der Hilfsbereitschaft, mal einen Polizisten zu Hilfe. Der Milizionär hörte sich mit gelangweiltem Gesichtsausdruck die Ausführungen meiner Begleiterin an und führte uns schließlich in ein kleines Büro der Bahnpolizei.  






 
Ich setzte mich auf die kleine Bank und ein anderer Bulle am Schreibtisch begann zu telefonieren. Es war ein junger Kerl, der mich mit versteinerter Miene von oben bis unten musterte, während er den Hörer lässig an sein Ohr drückte. Ganz feine Situation…man versteht kein Wort und sitz ohne Pass bei der ukrainischen Miliz. Prima! Allein schon dieses Loch, denn als mehr konnte man es nicht bezeichnen, machte einen fast schon depressiv. Die Bude war vielleicht 15qm groß und bestand aus einer Bank, einem Schreibtisch, einem Stuhl und….ganz wichtig: einer kleinen Knastzelle! Tatsache! Das war zwar im Endeffekt nur eine mit Gitter umrahmte Gartenbank, aber Hauptsache man konnte hier erstmal jemand einbuchten.
Nach gefühlten einhundert Telefonaten hob der Staatsdiener plötzlich völlig emotionslos seinen Daumen. Unter meinen fragenden Blicken gab er unserer Gastgeberin zu verstehen dass mein Reisepass bei der Polizei abgegeben wurde. In einer Millionenstadt wie Kiew wurde mein Reispass gefunden und, was noch viel erstaunlicher ist, auch noch abgegeben! Ich konnte mein Glück nicht fassen. Und meine Freude und Erleichterung schien ansteckend zu sein. Dem Uniformierten schoss tatsächlich ein Lächeln über das Gesicht. Mehr noch…er bot mir sogar eine Zigarette an. Als ich etwas verwirrt auf das Rauchverbotszeichen deutete, winkte er lässig ab und reichte mir Feuer!
Letztendlich sollte es nicht bei der einen Kippe bleiben. Denn ich saß fast noch eine Stunde in dem Kabuff. Mein Reisepass wird vorbeigebracht hieß es. Allerdings glaube ich die Aktion lief mehr unter dem Motto „Wollt ihr mal nen doofen Deutschen sehen, der im Suff seinen Reisepass verloren hat?“…denn während meiner Wartezeit kamen insgesamt vier andere Polizisten rein und schmunzelten über mich Idioten. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Denn auf einmal hieß es wir müssen das Teil doch auf einem Revier abholen. Als Dank für seine Mühen gab ich dem Jungbullen noch umgerechnet 20€ und hatte damit die erste Beamtenbestechung meines Lebens erfolgreich gemeistert! 






 
Nach einem kleinen Orientierungsmarsch durch den wahrscheinlich äußersten Außenbezirk von Kiew, erreichten wir in einer heruntergekommenen Seitenstraße endlich das noch mehr heruntergekommene Milizrevier. Mit übertriebener Bürokratie hat der ukrainische Staatsbedienstete nicht viel am Hut. Zumindest nicht der Herr am Einlass. Unser Anliegen und völlig willkürliche Daten von meinem normalen Personalausweis notierte er sich auf einem Papierfetzen, den er Sekunden zuvor einfach aus einem Buch!!! gerissen hatte. Ich selber durfte das Gelände gar nicht betreten. Also verschwand unsere Gastgeberin alleine in den heiligen Hallen von „Recht und Ordnung“. Die Uhr zeigte mittlerweile halb 6…21Uhr sollte der Zug nach Charkiv abfahren. Und als ob es nicht schon warm genug gewesen wäre, verließ langsam die letzte Nacht mittels Schweißausbrüchen meinen Körper. Die anderen vergnügten sich derweil mit dutzenden hübschen Schwedinnen auf der Fanmeile im Stadtzentrum, und ich stand auf einer verdreckten Pflasterhuckelpiste am Arsch der Welt! Noch dazu völlig im Unklaren wie lange das Ganze hier noch dauern sollte.

Doch plötzlich stand Victoria wieder neben mir! „Das ging aber schnell“ freute ich mich. Und sie, selbst darüber etwas überrascht, schilderte mir folgenden Gesprächsablauf:

Milizionär: „Ist das der Mann auf dem Foto hier im Reisepass?“
Victoria: „Ja!“
Milizionär: „Hier! Bitteschön! Und ab jetzt soll der Junge besser darauf aufpassen!“
Victoria: „Muss ich keine Formular oder ähnliches ausfüllen?“
Milizionär: „Eigentlich schon! Aber das würde bestimmt über eine Stunde dauern. Darauf hab ich jetzt keine Lust!“
Victoria: „Können wir uns da wenigstens ein wenig erkenntlich zeigen?“
Milizionär: „Naja…ich hab in 10 Minuten Feierabend“

Das Ende vom Lied war, das wir in einen kleinen Laden um die Ecke gingen, ich eine Flasche Cognac kaufte und sie dem mittlerweile in zivil gekleideten Herren direkt vor dem Revier überreichte! Sichtlich erfreut gab er mir noch eins mit auf den Weg…ich solle doch in meiner Heimat erzählen, dass nicht alles stimmt was man über die ukrainische Polizei so erzählt. Mal davon abgesehen das er das Klischee mit der Bestechlichkeit gerade selber bestätigt hatte, wusste ich ja was er meinte. An diesem Nachmittag machte ich ja auch nur gute Erfahrungen mit der gefürchteten Miliz. Und wie gerne hätte ich seiner Bitte entsprochen. Alleine seine Kollegen hatten in den folgenden Tagen etwas dagegen.
An unserem letzten Tag in Kiew stand ein Besuch des riesigen Militärmuseums auf den Plan. Nach mehreren Geschichtsstunden, schlenderten wir über den großen Platz vor der gigantischen Kriegerstatue als plötzlich zwei Uniformen vor uns standen. „Hier ist Rauchverbot!“ lautete die forsche Ansage. Nur war weit und breit kein Verbotsschild zu erblicken. Wieder musste die arme Victoria die Angelegenheit klären. Nach ihrem Gespräch ohne Zeugen gleich um die Ecke, lautete die Ordnungsstrafe 80 Hrywnja! Eigentlich wollte der Bulle 200, aber sie hatte nur 80 mit. „Na dann 80!“…besser wie gar nichts fürs Nebeneinkommen! Ohne Quittung versteht sich!
Doch es kommt noch besser! Auf dem Weg zurück nach Lemberg, zum letzten Gruppenspiel gegen Dänemark, hatten wir die Stadtgrenze von Kiew erst wenige Kilometern hinter uns gelassen. Nun ist Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen anzuhalten und dann abzuzocken keine Erfindung der Ukrainer. Das passiert auch in Italien oder Frankreich. Aber eben auch uns! Das Vergehen? Wir waren zu schnell! Wie viel drüber, konnten die beiden Herrschaften uns allerdings nicht sagen, immerhin gab es keinen Nachweis. Wie auch? Es gab ja noch nicht einmal eine Gerätschaft die unsere Geschwindigkeit hätte messen können! „Wir waren auf keinen Fall schneller als 100!“ protestierte unser Fahrer. (Tempolimit auf Schnellstraßen war 110 Km/h). Mit der zweifelhaften Begründung „Wenn Häuser am Straßenrand stehen muss man langsamer fahren“, kamen wir um unsere Strafe nicht herum. Die Antwort auf die Frage um wie viel langsamer blieben sie uns allerdings schuldig. Auch der Umrechnungskurs spielte heut mal keine Rolle…die Beamten wollten gleich Euro. 40 an der Zahl. Wenn schon, denn schon! Auf einen Zahlungsbeleg als Souvenir mussten wir leider auch hier verzichten. Aber scheiß drauf! Wir haben es ja gern gegeben!  



LOVE ON THE TERRACES by Serious Drinking 
updated 28/02/13  


NICHT für Spielerfrauen, nicht für Mode Püppis, nicht für VIP Lounge Tussen, nicht für Anhängsel, nicht für „Sehen und Gesehen werden“ Schlampen…FÜR alle Mädels die aus den richtigen Gründen da sind!


Her name was Sharon
She came from Southend
With sister Karen
A little Skinhead
She liked Football
She liked Scooters
She liked a certain Ratio
She liked the Cockney Rejects
 
Outside the Stadium
By the River
Buying a Programme
And a silk Scarf
She had a nice Face
And long blond Hair
She wore a Tracksuit
She was beautiful
 
No goals at Halftime
Game as usual
On with the brass band
Boring Norwich Disco
The match got lively
And a goal went in
Another fight broke out
…then I saw Sharon…
 




Serious Drinking Love On The Terraces 7" Vinyl von 1982, SIDE A: "Love On The Terraces", SIDE B: "Hypocrite", "Bobby Moore Was Innocent", "He's An Angry Bastard (But I Like Him)", Label: Upright Records


WIESBADEN AWAY  
updated 14/02/13 






GRAN TORINO vs HARRY BROWN  
updated 31/01/13 



Beide wurden sie in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts geboren, beide sind sie Oscar Gewinner, beide sind sie Legenden der Leinwand. Der eine, Amerikaner….Clint Eastwood, gilt für viele als der Prototyp des kompromisslosen Westernhelden. Der andere, Engländer…Michael Caine, einer der überragenden Charakterdarsteller der letzten Jahrzehnte. Beide stehen sie heute noch vor der Kamera. Und als ob dies der Gemeinsamkeiten nicht schon genug wären, lieferten die Altmeister etwa zur gleichen Zeit zwei Filme ab, deren inhaltliche Gemeinsamkeit eine durchaus aktuelle Thematik zugrunde liegt. Clint Eastwood’s „Gran Torino“ (2008) und Michael Caine’s „Harry Brown“ (2009) setzen sich mit der Problematik der Jugendkriminalität auseinander.

Während die amerikanische Variante schon öfter über die TV-Bildschirme der Republik flimmerte, dürfte das britische Pendant einem ähnlich großen Publikum bisher verwehrt geblieben sein. Die Ausgangssituation verhält sich aber recht ähnlich: ein betagter Gentleman sieht sich, aus Rechtsempfinden, mit einer jugendlichen Gang konfrontiert.

Clint Eastwood vollzieht in seiner Geschichte die Entwicklung vom wortkargen, garstigen Rassisten zum einsichtigen, hilfsbereiten Nachbarn. Wobei vor allem das für Eastwood untypische Ende den Zuschauer in ein, zwei Denksportaufgaben zwingt. Eine Qualifikation für den Hörsaal des Psychologiestudienganges und Paradebeispiel für den möchtegernintellektuellen Welterklärer.

„Harry Brown“ indes beschreitet geradlinigere Wege. Ohne belehrend wirken zu wollen. Eine klare Ansage an ein Problem und dessen Lösung. Kein makelloser Held, ein Mensch mit Fehlern und Schwächen…der sich nach zwei Schicksalsschlägen zum handeln gezwungen fühlt. Mit dem heiklen Thema der Selbstjustiz, muss sich der Film natürlich zwangsläufig den erhobenen Zeigefinger bestimmter gesellschaftlicher Kreise gefallen lassen. Für die einen mangelnde Selbstreflexion, für die anderen die fiktive Verkörperung von Gerechtigkeit. Der „Abschaum bekommt was er verdient“ Faktor erzeugt Zufriedenheit oder Zweifel. Je nachdem wie man tickt. Caine’s Hauptrolle polarisiert. Doch gerade mit den Unruhen in England von 2011 im Hinterkopf, wirkt „Harry Brown“ authentischer und für den Mitteleuropäer viel greifbarer. Zumal die Rolle des Teenager Bösewichts von Rapper Ben Drew gespielt wird, der unter dem Synonym Plan B ja auch schon hierzulande in den Charts (She said) vertreten war.  



...not for Runners!!! 
updated 24/01/13 






PENFIELD "SUMMIT" OUTDOORJACKE 
updated 16/01/13  





Trotz Klimaerwärmung und einem bis jetzt recht milden Winter, war es dieses Jahr mal wieder Zeit um auf dem Gebiet der Winterjacken tätig zu werden. Da mir irgendwie nicht nach einem Kompassschildchen war, galt es die Fühler anderweitig auszufahren.
Letztendlich viel die Wahl auf die Ami Marke aus Massachusetts: Penfield! Genauer gesagt auf das Model SUMMIT. Was ja übersetzt GIPFEL bedeutet. Zwar will ich in keinster Weise so hoch hinaus….doch was in alpinen Gebirgsregionen warm hält, tut dies auch in zugigen Fußballstadien.




Die Daunenjacke entpuppt sich als kleines Universalgenie für die kältere Jahreszeit. Dichtgewebtes Material, sowie die Teflonbeschichtung geben Wind und Wasser (ob gefroren oder nicht) nur wenig Chance dem Besitzer nervig zu werden. Der Schneefang mit Klettverschluss und die eingearbeiteten Storm Cuffs im Ärmel tun dazu ihr Übriges. Auch die Kapuze ist gefüttert und für sonnigere Tage abnehmbar. Der Innensaum hält nicht nur warm, sondern kann mit dem Karomuster auch optisch punkten. Väterchen Frost kann kommen!


DRESSERS!!!  
updated 14/11/12  


Die schwäbische Lebensweisheit „Gut Ding will Weile haben“ dürfte zwar in Schottland weitgehend unbekannt sein, doch trifft sie in diesem Fall mehr als zu. Nach Monaten an Verspätung erschien DRESSERS. Eine Lektüre über Fußball, Musik und Mode…alles erzählt bzw. dargestellt aus den Augen des Motherwell Saturday Service.
Mit ausgewählten Spielberichten von 1983 bis 2011 (mit netten Bildern + alten Zeitungsausschnitten) beginnt die Reise. Die Philosophie, am wichtigsten Tag der Woche möglichst exquisit und gepflegt aufzutreten, führt den Leser weiter in die Welt der Marken von Obertrikotagen bis zum heißgeliebten Schuhwerk. Abschließend wirft man unter „Holiday & Clubbing“ noch einen Blick auf die sportunabhängige Reiselust und die Musikvorlieben der Herren.

Alles verpackt im edlen Hardpaper Einband…gibt es auf 276 Seiten einen liebevollen Rundumblick über eine Arbeiterklasse Subkultur im Zeichen des Fußballs.


       



DUBLIN - WM Quali auf der grünen Insel  
updated 18/10/12  


Donnerstag, 11. Oktober 2013 - „Liebes Tagebuch, heute war unser Routineflug von Prag nach Dublin etwas ereignisreicher als sonst. Morgen spielt Deutschland gegen Irland in der Qualifikation zur nächsten Fußballweltmeisterschaft. Deswegen hatten wir einige knackige deutsche Anhänger heute mit an Bord. Bedauerlicherweise benahmen sich zwei davon leider sehr unrühmlich. Den Ersten mussten wir wieder der Maschine verweisen, da er ganz offensichtlich zu sehr alkoholisiert war…der Zweite verspürte doch tatsächlich den Drang auf der Passagiertoilette rauchen zu müssen, was selbstverständlich umgehend Alarm auslöste und nicht billig für den Burschen werden wird. Einfach keine Menschen, diese Fußballfans!“

So, oder ähnlich, könnte es niedergeschrieben worden sein…vom, in Fliederduft gehüllten, dicken Steward.








SCHEIDEN TUT WEH...  
updated 09/10/12  


Genau! Scheiden tut weh! Und ob man es mir nun glaubt oder nicht, auch ich wachse tatsächlich aus Klamotten heraus. So war es kürzlich Zeit für eine fast schmerzliche Trennung. Schweren Herzens wanderte ER weiter…mein geliebter Paul & Shark Jumper mit Schulterknopfleiste. Gute Reise und ich hoffe dein neuer Besitzer kümmert sich genauso gut um dich!:-)





ADIDAS TOBACCO / LONDON  
updated 17/09/12  


Zwar legt Adidas leider nicht alle Klassiker aus der Vergangenheit wieder auf, aber wenigstens ein paar. Und das wiederum ist ja bekanntlich besser als gar nix! Zwei davon landeten über die letzten Wochen bei Gerd (Tobacco) und meiner Wenigkeit (London).


Wieder mal ein „Schnäbele“ auf ebay gemacht. Diesmal fiel die Wahl auf ein weniger bekanntes Modell aus dem Hause Adidas. Erstmals kam der TOBACCO 1978 auf den Markt und ist seit geraumer Zeit im Sortiment zurück. Der Schuh besticht durch seinen klassischen Stil und ist Ton-in-Ton gehalten. Die drei Streifen weisen also die gleiche Farbe auf wie der restliche Blickfang. Die Oberfläche besteht aus Wildleder, die gemusterte Gummilaufsohle ist in Hellbraun gehalten und runden den Schuh perfekt ab. Innen sorgt komfortables Synthetik-Futter für angenehmes Tragegefühl.  
   
   
Ebenfalls als Neuauflage wieder zurück auf der Bühne…einer der bekanntesten Vertreter der Adidas Städte Serie: Der ADIDAS LONDON. Wie beim ursprünglichen Model aus rotem Rauleder, wenn auch hier einen Tick heller als beim Original. Die einst schwarzen Lederkomponenten (rund um die Schnürösen, die charakteristischen drei Streifen, Zunge und an der Einstiegskante) der Erstauflage aus den 80ern, mussten nun einem knalligen Rot weichen. Was sich allerdings, im Gegensatz zum vorgestellten Tobacco, durch eine intensivere Farbgebung vom übrigen Schuh dezent abhebt.  



Liebe ist ... wenn zwei im Gefühl eins sind 
updated 16/08/12  






Louise Wener...from East End to Charts  
updated 07/08/12  


Als Louise Wener geboren wurde, war ihr Vater nicht mit im Kreissaal. Er war noch nicht mal mit im Krankenhaus! Louise Wener wurde am 30. Juli 1966 geboren. Dem Tag des WM Finales England gegen Deutschland. Anders ging es dem Arzt…der durch ihre Geburt eines der dramatischsten Endspiele und den einzigen Titelgewinn für England versäumte. Auf der fußballverrückten Insel, mit dem allgegenwärtigen Selbstverständnis für Fußball, eine Gewissensfrage.




Einer größeren Öffentlichkeit wurde die gebürtige Londonerin als Frontfrau der BritPop Formation Sleeper (benannt nach einem Woody Allen Film von 1973) bekannt. Die Band landete 8x in den besten 40 UK Single Charts und all ihre drei Studioalben schafften es unter die TOP TEN in Großbritannien. Wovon The It Girl sogar Platin Status erreichte!




Hierzulande dürfte ihr musikalisches Schaffen am ehesten noch, wenn auch unbewusst, aus dem Kultfilm Trainspotting bekannt sein. Dort sind Sleeper mit ihrer Version von Blondie’s Atomic und ihrer Top 20 Single Statuesque zu hören.

1998, im allgemeinen Ableben der großen BritPop Ära, löste sich die Band, nach nur 5 Jahren, auf. Louise Wener konzentrierte sich in der Folgezeit mehr auf das Schreiben und wurde eine durchaus erfolgreiche Autorin.




Aus ihrer Feder wurden bis jetzt vier Romane veröffentlicht: Goodnight Steve McQueen, The Big Blind (aka The Perfect Play), The Half Life of Stars und Worldwide Adventures In Love. Sowie ihr autobiographisches Werk Different for Girls: My True-life Adventures in Pop (aka Just For One Day: Adventures in Britpop). Dabei ist bisher nur das Erstlingswerk, unter dem Titel Gute Nacht, Steve McQueen, ins Deutsche übersetzt worden. Ein, nebenbei bemerkt, recht sympathisch kurzweiliges Buch über einen Musiker mit recht bescheidenen Karriereperspektiven, dessen Freundin ihn dazu drängt aus seiner tagesfernsehsüchtigen Lethargie zu erwachen. Angenehmer Humor, unkonventionelle Straßensprache, eine Brise englischer Kneipenkultur und Schlagworte wie New Order, Stone Roses, Quadrophenia oder West Ham (die Dame ist übrigens Fan der Hammers) tun ihr Übriges.




Vor einigen Jahren gründete Louise Wener mit ihrem Partner und Ex Sleeper Mitglied Andy Maclure eine neue Band namens Huge Advance. Welche allerdings kaum in Erscheinung trat und bestenfalls noch als reiner Zeitvertreib existent sein dürfte.





Back from the SOMMERPAUSE... 
updated 01/08/12  


Die Ukraine überlebt, die Sommerpause vorbei, der Ball rollt wieder…auch hier wird sich wieder zeitnah bemüht Aktuelles und Interessantes ranzunageln…





Die Katastrophe von Bradford 
updated 11/05/12  


Am 11. Mai 1985 verloren 56 Fußballfans ihr Leben, als die hölzerne Haupttribüne im Valley-Parade-Stadion von Bradford City komplett ausbrannte. Ihre Mannschaft hatte eine Woche zuvor den Aufstieg in die damalige Second Division geschafft. Sie wollten zum letzten Saisonspiel nur noch zum Feiern gehen…und kehrten nie mehr zurück. Im stillem Gedenken an die Opfer und ihre Familien!






MACH'S GUT FISCHERWIESE... 
updated 03/05/12  


--------------------------KILLED BY MODERN FOOTBALL...RIP!!!-----------------------------





"Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich."




Ein ganz spezielles DANKE an Dirk für die tollen Nahaufnahmen!


ARMINIA BIELEFELD vs FC KARL MARX STADT 
updated 19/04/12  


Wäre doch ein Phrasenschwein zur Hand gewesen! Gar reichlich füllen hätte man es können! „Jede Serie reißt irgendwann“…war wohl der meist gehörte Satz gegen 19.30Uhr an jenem Mittwochabend auf der Bielefelder Alm. Nach 16 Spielen ohne Niederlage verlor man gegen die arg abstiegsbedrohte Arminia mit 1:3.

Vor dem Spiel tranken einige Chemnitzer mit Bielefelder Freunden in Bahnhofsnähe. Korn für 1€ und Jukebox mit allerlei 90er Jahre Dance Trash Scheiß vom Feinsten!

Beim Sport rockten die ca. 400 mitgereisten Sachsen die Schüco Bude ganz anständig. Nachm Anpfiff dann bissl Gerangel mit den Ordnermutanten, wegen Absperrung überwunden zwecks Mannschaft abklatschen…sinnlos!

Heimwärts noch nen ziemlichen Stau abgegriffen…schlecht für die Jungs die früh wieder raus mussten. Für die Ausschlaffraktion war es eine willkommene Trinkzeitverlängerung!

Nachbardörfer wurden keine pulverisiert…weder in ULM, noch sonst wo!





Frauen leben vom Vergessen - Männer von Erinnerungen 
updated 04/04/12  












Puma Suede Classic  
updated 02/03/12  


Die Geschichte von Herzogenaurach...unausweichlich mit den Brüdern Adolf (Adidas) und Rudolf (Puma) Dassler verbunden. Durchaus aber auch die Geschichte modebewusster Fußballanhänger! Das sich dass Schuhwerk nicht nur auf die berühmten drei Streifen reduzieren muss, beweißt die Neuerwerbung eines guten Freundes. Danke an Gerd für seine Zeilen!




Dieser Latsch ist ein Klassiker der späten 80er Jahre und wird unwiederruflich mit der frühen Hip Hop Bewegung in Verbindung gebracht. Wir ziehen den Suede natürlich auf der Tribüne an, wo er durch den Retrostyle und der Farbe, ein wirklicher Blickfang ist.

Puma bringt hier den Kult-Schuh in einer Suede Classic-Reihe mit frischen Colourways auf den Markt. Der Oberstoff besteht aus Wildleder und das Futter aus Textil. Außerdem lagen bei meiner Lieferung eine Paar Fatlaces und ein Paar normale Laces bei.

Der Mix aus sportlichem und trendigem Design macht den Sneaker zu einem angesagten Begleiter im Alltag. Das obligatorische Puma-Logo auf der Lasche und die beiden beigen Ziernähte runden den Look ab.








These Towns... 
updated 15/2/12 


"...we`ll live and die, we`ll live and die in these towns...don`t let it drag you down, don`t let it drag you down now..."

Lyrics by The Enemy





Ein Taschentuch für die Platzkommission 
updated 09/02/12  


„Wir haben entschieden! Der Rasen ist unbespielbar!“ Oft gehörte Worte in diesen Tagen. Kaum verkündet, verziehen sie sich ins Warme. In ihre billig dekorierten Büros oder hinter ein Lenkrad mit Lederbezug. Und du? Du stehst da mit einem Wochenende ohne Sport! Früher war sicherlich nicht Alles Besser, aber es bedurfte etwas mehr für eine Spielabsage…





Offenbach Away 
updated 02/02/12 



A Painting Session 
updated 25/01/12  


Wenn Steve Cowens früher mit Sheffield United auf Achse war, hatten seine Fäuste immer erhöhte Alarmbereitschaft. Mittlerweile weiß er seine Hände auch anders zu gebrauchen. Aus seiner Feder stammen die folgenden Leinwandgemälde. Alles schicke Motive im Stil und dem Charme englischer Fußballfans der Achtziger Jahre. Der Dekade, als Trainingsschuhe und Designer Sportmarken begannen die Tribünen zu erobern. Ein Danke für diesen netten Kulturbeitrag, und nicht zuletzt für die Genehmigung der Verwendung, geht somit nach Yorkshire!
Wer gar in die Verlegenheit kommen sollte die Originale käuflich zu erwerben, der sollte sich unter http://www.stevecowens.co.uk/ mit dem Künstler persönlich in Verbindung setzen.


   
Pringle V-Neck Jumper  Benetton Rugby Top 
Berghaus Ice Cap Jacket  Sergio Tacchini Tracksuit 
Robe di Kappa V-Neck Jumper  Fila Bjorn Borg Warm Up Suit 



Masken!  
updated 12/01/12  




Daumen hoch! Mit Club Torhüter Philipp Pentke



Chemnitz in Fernost - eine Maske in Shanghai


BERGHAUS HURRICANE JACKET 
updated 07/01/12 


1966 war nicht nur die Geburtsstunde des ruhmreichen FC Karl Marx Stadt. In jenem Jahr waren es auch zwei Ladeninhaber aus Newcastle die mit der Marke Berghaus begannen sich auf dem Markt der Outdoor Mode zu etablieren. In den Siebzigern waren sie mit die ersten welche das, damals noch relativ unbekannte, Gore Tex Material für ihre Funktionstextilien verwendeten.




Die hier vorgestellte Jacke wurde neulich bei eBay gezogen. Solider Retro Stil in zwei klassischen Blautönen. Eine prima atmungsaktive Regenjacke, welche sich durch das integrierte Netzfutter auch ausgezeichnet als Übergangsjacke für kältere Temperaturen eignet.

Berghaus stellt ohne Weiteres eine hervorragende Alternative zu der Flut aus Artikeln von Labels wie Jack Wolfskin oder The North Face dar!







THE STONE ROSES ARE BACK!!!  
updated 04/01/12  


Sie gelten als Mitbegründer der so genannten Madchester Szene. Der musikalischen Mischung aus Alternativ Rock und Indie Pop mit Dance Anleihen. Als Oasis, der hierzulande wohl bekannteste Nachkomme dieser Bewegung, im Jahre 1996 damit begannen ganz groß durchzustarten, ging es mit den Stone Roses langsam zu Ende. Und obwohl sie bei ihrem letzten Gig ausgebuht wurden, so gelten sie dennoch zu einer der einflussreichsten Musikgruppen des Vereinigten Königreichs.


Mit eindringlichen Melodien von Stücken wie „I wanna be adored“, „Waterfall“ oder „Bye Bye Badman“ verschaffte sich die Gruppe in der britischen Musiklandschaft eine Art Vorbildcharakter. Eine nicht unerhebliche Anzahl an englischen Brit-Pop und Indie Bands benennen die Stone Roses als einen ihrer Haupteinflüsse.

Letztendlich wurde auch Sänger Ian Brown durch seine Zeit bei den Roses zur Musik- und Stil Ikone einer ganzen Generation.







Jetzt melden sie sich nach über 15 Jahren wieder zurück. Und wenn man der britischen Boulevardpresse Glauben schenken darf, hatte sogar David Beckham seine Finger bei der Reunion der Stone Roses mit im Spiel. Wie dem auch sei…neben einigen Konzerten auf der Insel, haben sie auch fürs Southside und Hurricane Festival hier in Deutschland zugesagt.

Was immer man von Wiedervereinigungen ehemaliger Musikgrößen auch halten mag, mit den Roses ist etwas ganz Starkes wieder da. Die Zukunft und letztendlich sie selber werden zeigen was daraus wird!